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Platine bestücken

Platine bestücken

Veröffentlicht am 15.10.2022

Die richtige Abfolge der Bestückung ist wichtig für das sichere Arbeiten und den Erfolg. 

Ist Ihr Aufbauplan fertiggestellt, muss zuerst die Platine passend zugeschnitten werden. Dafür reicht eine sehr fein gezahnte Säge.

Da die Kupferbahnen sehr empfindlich sind, schneiden Sie immer von der Leiterbahnseite her, um sie beim Sägen nicht abzureißen. Empfehlenswert ist auch, nicht zwischen zwei benachbarten Kupferbahnen zu schneiden, sondern die erste nicht mehr benötigte Lochreihe entlang.

Zum Bestücken von Platinen gibt es spezielle Rahmen, die bei größeren Platinen durchaus angebracht sind. Sie sparen sich eine Menge Arbeit, wenn Sie rationell erst alle Bauteile einer Art von oben bestücken, dann die Bauteile mit der Andruckplatte sichern und den kompletten Rahmen zum Löten umdrehen. Bei kleineren Schaltungen geht es aber auch schon mal ohne solches Spezialzubehör.

Gehen Sie beim Bestücken nach der Devise „von flach nach groß“ vor.

Zuerst kommen die Drahtbrücken dran. Damit die auch wirklich möglichst flach aufliegen, biegen Sie sie nicht aus der freien Hand, sondern mit Flachzange und Biegelehre, die saubere Drahtbiegungen korrekt im Rastermaß gestattet. Sind alle Drahtbrücken gesteckt, sichern Sie sie gegen Herausfallen und drehen die Platine um.

Sichern Sie die durch die Platine gesteckten Anschlussdrähte nicht durch schräges Abbiegen der Drähte! Zwar schützt so etwas gegen das Herausrutschen, aber wenn Sie einen so eingelöteten Draht wieder herauslöten möchten, ist er auch dagegen geschützt! Die Drähte und auch später die Anschlussdrähte der Bauteile sollen immer senkrecht aus der Unterseite der Platine herausragen.

Haben Sie alle Drahtbrücken eingelötet, sind die Widerstände dran. Zwar sind Kleinleistungsdioden noch kleiner, aber als hitzeempfindliche Halbleiter werden sie erst mal zurückgestellt. Sie kommen im nächsten Arbeitsgang dran, dann müssen sie die Hitze vom Löten der Widerstände nicht mehr ertragen.

Nach den Dioden geht es an die liegenden Kondensatoren, dann an die IC.

IC-Fassungen verwenden!

Tun Sie sich den Gefallen und löten Sie integrierte Schaltungen nicht direkt in die Platine. Sie sind der fehleranfälligste Teil einer Schaltung, lassen sich aber wegen der vielen Anschlussbeinchen am schlechtesten wieder auslöten. Außerdem schützen Sie die IC vor Löthitze, wenn Sie sie erst nach dem Löten in die Fassung stecken.

Nun kommen die stehenden und größeren Kondensatoren an die Reihe, dann Potis und externe Anschlüsse.

Ganz zum Schluss löten Sie die Transistoren und sonstigen Halbleiter ein. Verbesserten Hitzeschutz erzielen Sie, wenn Sie sie nicht ganz bis zur Platine durchstecken, sondern etwas Abstand halten. In ganz eklatanten Fällen kann eine Klemmpinzette oder Krokodilklemme als Wärmeableiter dazwischen geklemmt werden.

Die Leitlackverbindungen auf der Unterseite malen Sie mit einem feinen Pinsel erst auf, wenn alles andere fertig ist. Anderenfalls würden Sie beim Löten den Lack wieder abbrennen.

Dann endlich werden die IC-Chips in ihre Fassungen gesteckt. Das Einstecken integrierte Bausteine in die zugehörigen Fassungen ist manchmal nicht so ganz einfach, weil die Anschlussbeinchen zu weit gespreizt sind. In diesen Fällen biegen Sie sie nach innen, indem Sie den Chip seitlich auf eine glatte Fläche legen und den gesamten Block gleichmäßig in Richtung der Anschlüsse abrollen.

Und ganz am Schluss steht  noch einmal der Vergleich der fertigen Platine mit dem Bestückungsplan, erst dann wird die Stromversorgung angeschlossen!

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