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Diagramme

Studien, Forschun­gen, Gutach­ten – ohne Zahlen geht gar nichts. Diese nach Fertig­stel­lung zu doku­men­tie­ren und zu präsen­tie­ren, bedarf es der Visua­li­sie­rung durch Diagramme.

Micro­softs Office-Paket enthält eine über­ge­ord­nete Diagramm-Engine, auf die die wich­tigs­ten Office-Programme direkt und mit nahezu iden­ti­scher Bedien­weise zugrei­fen. Leider werden diese Funk­tio­nen in Hand­bü­chern etc. nur am Rande erwähnt. Diese kompakte Zusam­men­stel­lung soll helfen, die Diagramm­tech­nik von Office auszu­rei­zen und damit eigene Ergeb­nisse besser darzustellen.

Tipp: Zu eini­gen Themen in diesem Script gibt es Muster­da­teien in Form von Power­Point-Präsen­ta­tio­nen.
Achten Sie auf das Down­load­sym­bol im Text.

Die Werk­zeuge zum Bear­bei­ten von Diagram­men sind in den Office-Kompo­nen­ten sind nahezu iden­tisch, das Erzeu­gen eines Diagramms unter­schei­det sich jedoch erheblich.

Diagramm in Excel einfügen

Markie­ren Sie den Daten­be­reich, der dem Diagramm zugrunde liegen soll und wählen Sie einen Diagramm­typ in Einfü­gen | Diagramme. Klicken Sie auf »Empfoh­lene Diagramme«, schlägt Excel einen zur Daten­aus­wahl passen­den Typ vor.

Diagramm in PowerPoint einfügen

Es gibt drei Möglich­kei­ten, Diagramme in Power­Point einzurichten:

  • mithilfe eines Foli­en­lay­outs mit Diagramm-Platzhalter
  • durch Anle­gen eines Diagramms in einer belie­bi­gen Folie
  • durch Import eines bereits in einem Kalku­la­ti­ons­pro­gramm ange­leg­ten Diagramms

Tipp: Wenn Sie Diagramme anhand von Daten eines exis­tie­ren­den Excel-Arbeits­blatts in Power­Point erstel­len möch­ten, gehen Sie wie folgt vor, um Über­ra­schun­gen zu vermeiden:

  1. Erstel­len Sie ein Diagramm in PP, wie unten beschrieben.
  2. Über­neh­men Sie die Daten ins Datenfenster.

Diagramm via Platzhalter

  1. Wählen Sie nach dem Anle­gen einer Folie ein Foli­en­lay­out mit dem Inhalt-Symbol (im Screen­shot gelb markiert.
  2. Start | Folien Layout
  3. Klicken Sie auf das Diagramm-Symbol in der Kombi-Schaltfläche.
  4. Wählen Sie in der Typen-Auswahl den passen­den Diagrammtyp.

Diagramm nachträglich in Folien einfügen

Unab­hän­gig vom Foli­en­lay­out lassen sich neue Diagramme in jede belie­bige Folie einfügen:

Einfü­gen | Illus­tra­tio­nen: Diagramm

Diagramm in Word einfügen

Einfü­gen | Illus­tra­tio­nen Diagramm

Diagrammtyp auswählen

Das Einfü­gen in Power­Point und Word ebenso wie ein Klick auf q in Excels Einfü­gen | Diagramme führen zum Auswahl­dia­log für den Diagramm­typ. Office bietet eine Viel­zahl unter­schied­li­cher Diagramm­ty­pen an. Zur Verwen­dung der verschie­de­nen Diagramm­ty­pen gibt es in der Hilfe des Auswahl­fens­ters brauch­bare Hinweise.

Sobald Sie einen Diagramm­typ durch Markie­ren und Q oder durch Doppel­klick selek­tiert haben, wird das gewünschte Diagramm einge­fügt sowie in Word und Power­Point eine Werte­ta­belle mit Muster­wer­ten gezeigt.

Im Menü­band erschei­nen die zwei Regis­ter Diagramm­ent­wurf und Format. Format enthält Zeichen­tools zur Gestal­tung der Diagramm­ele­mente, Diagramm­ent­wurf ist bei allen drei Anwen­dun­gen fast identisch.

Diagrammtyp wechseln

Sie können nach­träg­lich noch von einem Diagramm­typ in den ande­ren wech­seln: Diagramm­ent­wurf | Typ: Diagramm­typ ändern

Wich­tig: Wenn Sie in einem Diagramm bereits einige Forma­tie­run­gen manu­ell geän­dert haben und danach den Diagramm­typ wech­seln, funk­tio­niert die auto­ma­ti­sche Farb­ver­gabe nicht mehr! Stel­len Sie also unbe­dingt immer erst den Diagramm­typ ein und forma­tie­ren Sie anschließend.

Hinweis: Einige Diagramm­ty­pen (z. B. finanz­ma­the­ma­ti­sche Diagramme in der Rubrik Kurs) erwar­ten eine bestimmte Daten­struk­tur in der Werte­ta­belle, die beim Aufruf des Diagramm­typs exem­pla­risch vorge­ge­ben wird. Wollen Sie von einem bestehen­den Diagramm zu einem dieser Diagramm­ty­pen wech­seln, erhal­ten Sie ggf. eine Fehler­mel­dung mit Hinwei­sen zur korrek­ten Datenblattstruktur.

Diagramm-Mischformen

Sie sind nicht auf eine durch­gän­gige Darstel­lung des Diagramms beschränkt. Durch Markie­rung einer Daten­reihe können Sie dieser einen ande­ren Diagramm­typ zuwei­sen, also z. B. in einem Säulen­dia­gramm eine Daten­reihe als Lini­en­dia­gramm defi­nie­ren. Solche Darstel­lungs­for­men wählt man u. a. zur besse­ren Darstel­lung einer gemein­sa­men Bezugs­größe für alle ande­ren Datenreihen.

Hinweis: Versu­chen Sie, Verbund­dia­gramme auf 3D-Diagramme anzu­wen­den, wird der Diagramm­typ in eine 2D-Form geän­dert. In eini­gen Fällen erhal­ten Sie nur eine Fehler­mel­dung mit der Aufor­de­rung einen zwei­di­men­sio­na­len Diagramm­typ zu verwenden.

  1. Weisen Sie dieser Daten­reihe mit
    Diagramm­ent­wurf | Typ: Diagramm­typ ändern den Typ »Verbund« zu.
  2. Wählen Sie eine der ange­bo­te­nen Verbund­va­ri­an­ten oder klicken Sie auf die Schalt­flä­che Benut­zer­de­fi­nierte Kombi­na­tion.
  3. Weisen Sie in der Auswahl­box unten den einzel­nen Daten­rei­hen die gewünsch­ten Typen zu.

Aufgrund einer uralten Vorga­be­ein­stel­lung in frühe­ren Office-Versio­nen hat sich in den Hirnen mancher Diagramm­an­wen­der die Idee verfes­tigt, ein typi­sches Diagramm habe drei­di­men­sio­nal zu sein – oder zumin­dest so auszu­se­hen, denn am Bild­schirm, an der Projek­ti­ons­flä­che und auf dem Druck gibt es keine dritte Dimension.

So begeg­nete uns diese Diagramm­form in den letz­ten Jahr­zehn­ten allüber­all, egal, ob sie gut oder nicht gut aussah, ob sie zutref­fend war oder nicht – immer wieder das 3D-Säulen­di­gramm – wenn möglich auch noch in den immer glei­chen Farben des Standard-Farbschemas.

Diese Gestal­tung hat einen Able­se­feh­ler quasi einge­baut: In der Abbil­dung können Sie das sehr gut erken­nen, denn der Wert rechts müsste mit einer der Skalen­li­nie­run­gen fluch­ten. Ende­ten die Säulen unmit­tel­bar an der Diagramm­rück­wand, träfe die Hinter­kante die Skalen­li­nie. Der Abstand zur Rück­wand erweckt einen falschen Eindruck. Bei der linken Säule dage­gen, deren Wert nicht mit einer der Skalen­li­nien über­ein­stimmt, sieht es so aus, als würde sie exakt die Linie 4 tref­fen. Erst ein Blick zum Fuß der Säulen (Wer lenkt ihn schon dort­hin?) erhellt die Sache ein wenig.

Wirk­lich gut ables­bar sind nur plane Diagramme! Die müssen deshalb nicht häss­lich ausse­hen, wie Sie in den Beispie­len zur Diagramm­ge­stal­tung sehen. 

Wenn es unbedingt 3D sein soll

Auch wenn sie durch die proble­ma­ti­sche Zuord­nung der Daten­punkte zu den Achsen­be­schrif­tun­gen eher visua­li­sie­rungs­feind­lich sind, hier ein paar Hinweise, falls Sie diese dennoch einset­zen möch­ten oder sollen.

Vermei­den Sie deshalb starke Verdre­hun­gen oder Verzer­run­gen und unge­wohnte, steile Betrach­tungs­win­kel des Diagramms, um in Ihrem Vortrag Daten in schnell erfass­ba­rer Form zu präsen­tie­ren. Drei­di­men­sio­nale Diagramme lassen sich nur über die Typaus­wahl erzeu­gen. Betrach­tungs­win­kel und perspek­ti­vi­sche Verzeich­nung können Sie anschlie­ßend im Aufga­ben­be­reich Diagramm­be­reich forma­tie­ren | Rubrik Diagramm­op­tio­nen | k | Kate­go­rie 3D-Drehung indi­vi­du­ell einstellen.

Geben Sie nicht allzu viel auf die Winkel­an­ga­ben. Wenn Sie für ein 3D-Säulen­di­gramm für die Y‑Drehung 90° einge­ben, wird das Diagramm nur um 45° gedreht; die X‑Drehung bewegt sich ab 90° wieder zurück, bis 270° in Gegen­rich­tung, dann wiederum zurück, bis sie bei 359,9° wieder fast am Ausgangs­blick­win­kel ange­langt ist. Die Rück­seite bekom­men Sie nicht zu sehen. Beim Torten­dia­gramm dage­gen arbei­ten beide Dreh­ach­sen korrekt.

Mit den Einstel­lun­gen Tiefe und Höhe am unte­ren Ende des Aufga­ben­be­reichs beein­flus­sen Sie die Ausdeh­nung des Diagramms entlang der Tiefe­n­achse und der Werte­achse. Da beide durch die Höhe und Breite des Diagramm­rah­mens begrenzt sind, wird aus der Höhen­ein­stel­lung beim Errei­chen der Gren­zen des Diagramm­be­reichs ein Schrump­fen der Kate­go­rie­n­achse und aus der Tiefen­ein­stel­lung ein Pseudo-Drehen des Diagrammbodens.

Bei Torten­dia­gram­men dage­gen hat nur Höhe eine Auswir­kung; damit wird die Höhe des »Torten­ran­des« bestimmt.

Die Schalt­flä­che Stan­dard­dre­hung wirkt sich nur auf die beiden Winkel der X- und Y‑Drehung aus, die auf X = 20° und Y = 15° zurück­ge­setzt werden.

Hinweis: Die Schalt­flä­che Zurück­set­zen scheint an dieser expo­nier­ten Stelle etwas fehl­plat­ziert. Sie nimmt ledig­lich die letzte in diesem Aufga­ben­be­reich vorge­nom­mene Ände­rung am Diagramm­rah­men zurück.

Vorsicht: Es kann vorkom­men, dass die drei­di­men­sio­nale Berech­nung zu Fehl­dar­stel­lun­gen führt. Meist hilft es, den Betrach­tungs­win­kel gering­fü­gig zu ändern.

Beson­ders inter­es­sant ist die Einstel­lung von 0° für beide Achsen, mit der das 3D-Diagramm zur flachen Darstel­lung entar­tet. Diese auf den ersten Blick sinn­lose Einstel­lung eröff­net krea­tive Möglich­kei­ten, die mit den übli­chen Diagramm­werk­zeu­gen nicht gege­ben sind.

Das Bear­bei­ten der Daten ist Excel-Nutzern bekannt, Benut­zern von Word und Power­Point viel­leicht nicht so geläu­fig. Deshalb hier ein paar Hinweise auf die wich­tigs­ten Funk­tio­nen im Zusam­men­hang mit der Diagramm­be­ar­bei­tung. Außer­dem verfü­gen diese beiden Programme über zwei unter­schied­li­che Bear­bei­tung­me­tho­den für die Diagramm­da­ten, während in Excel alles in dersel­ben Tabelle stattfindet.

Auswahl des Daten­be­ar­bei­tungs-Modus und Werte­ta­belle in Power­Point oder Word

Arbeiten mit der Wertetabelle

Daten­ba­sis für das Diagramm ist die Werte­ta­belle, auch als »Daten­blatt« bezeich­net, ein eigen­stän­di­ges Fens­ter mit der redu­zier­ten Darstel­lung einer Excel-Instanz, die mit Power­Point bzw. Word zusam­men gestar­tet wird und in der Präsen­ta­ti­ons­da­tei bzw. im Doku­ment ein Daten­blatt anlegt, das darin mitver­wal­tet wird.

Sie können auch in einem inte­grier­ten Excel-Daten­blatt arbei­ten, indem Sie die Darstel­lung mit Diagramm­ent­wurf | Dateien in Excel bear­bei­ten oder dem Symbol in der Titel­zeile des Daten­blatts umschalten.

Wich­tig: Die Werte­ta­belle bleibt stehen, wenn Sie die Markie­rung des Diagramms aufhe­ben. Sie müssen sie mit einem Klick auf µ schlie­ßen, bevor Sie ein neues Diagramm anlegen.

Da die Werte­ta­belle zur Excel-Instanz gehört, besitzt sie ihre eigene Rück­nahme-Histo­rie: Achten Sie also darauf, ob das Diagramm oder die Werte­ta­belle markiert ist, wenn Sie mit ’ oder S+z Ände­run­gen rück­gän­gig machen wollen.

Um die Werte­ta­belle wieder anzei­gen zu lassen, klicken Sie in den Diagramm­tools Entwurf auf Daten bearbeiten.

Die Spal­ten- und Zeilen­über­schrif­ten werden im Diagramm zur Benen­nung der Kate­go­rien und Daten­rei­hen herangezogen.

In der Werte­ta­belle gibt es vier farb­lich unter­schie­dene Rahmen­mar­kie­run­gen für Zellen mit bestimm­ten Funktionen. 

Markie­rungs­far­ben in der Wertetabelle

Die Rahmen lassen sich durch Ziehen mit der Maus oder per Diagramm­tools Entwurf | Daten auswäh­len dem gewünsch­ten Ausschnitt aus der Werte­ta­belle anpassen.

Tipp: Wenn Sie den grünen Rahmen durch Ziehen mit der Maus verän­dern wollen, stehen dabei meist die drei ande­ren Rahmen im Weg. Sie blen­den diese Rahmen aus, wenn Sie die Markie­rung des Diagramms aufhe­ben. Die Werte­ta­belle bleibt stehen, aber sie zeigt nur noch den grünen Rahmen, der sich nun leicht bear­bei­ten lässt.

Im Datenblatt markieren

Sie markie­ren eine einzelne Zelle mit einem Klick in diese Zelle, mehrere zusam­men­hän­gende Zellen durch Klick in eine Eckzelle des Bereichs und Ziehen bei fest­ge­hal­te­ner linker Maus­taste. Die Markie­rung wird durch eine grüne Umrah­mung und graue Hinter­le­gung angezeigt.

Sobald Sie den Maus­zei­ger in den hori­zon­ta­len Spal­ten­kopf oder den verti­ka­len Zeilen­kopf bewe­gen, nimmt er Pfeil­form an; ein Klick markiert die zuge­hö­rige Spalte oder Zeile. Bewe­gen Sie den Maus­zei­ger bei fest­ge­hal­te­ner Maus­taste, werden die damit über­stri­che­nen Spal­ten oder Zeilen eben­falls markiert.

Ein Klick in die Schalt­flä­che oben links im Tabel­len­kopf markiert das gesamte Daten­blatt, auch nicht ausge­füllte Zellen. Bewe­gen Sie den Maus­zei­ger in die untere rechte Ecke dieser Schalt­flä­che (genaues Zielen bei ruhi­ger Maus­hand ist ange­sagt), verwan­delt sich der Maus­zei­ger in einen nach unten rechts weisen­den Pfeil. Wenn Sie nun klicken, wird nur der ausge­füllte Teil des Daten­blatts markiert.

Daten ergänzen oder entfernen

Sie können die Muster­werte der Werte­ta­belle belie­big ändern, forma­tie­ren, Zeilen und Spal­ten entfer­nen, hinzu­fü­gen und verschie­ben sowie Spal­ten- und Zeilen­über­schrif­ten ändern. Um zusätz­lich zu den Spal­ten und Zeilen des Muster-Diagramms weitere Werte einzu­be­zie­hen, tragen Sie die zusätz­li­chen Über­schrif­ten und Daten in freie Zellen ein. Der für das Diagramm genutzte Daten­be­reich wird dabei auto­ma­tisch erwei­tert, sofern in den Auto­Kor­rek­tur-Optio­nen, Regis­ter Auto­for­mat während der Eingabe, die Option Neue Zeilen und Spal­ten in die Tabelle einschlie­ßen einge­schal­tet ist. (Genü­gend Zeilen und Spal­ten enthält die Tabelle ohne­hin. Gemeint ist »Neu einge­fügte Werte in den Daten­be­reich einschließen«.)

Wollen Sie diese Erwei­te­rung nicht, lässt sich das über das nach der auto­ma­ti­schen Erwei­te­rung erschei­nende Smart­tag rück­gän­gig machen. Oder Sie verän­dern im Nach­hin­ein den blau markier­ten Bereich, indem Sie an einem der Eckpunkte der Markie­rung ziehen.

Auto­ma­ti­sche Erwei­te­rung des Daten­be­reichs beim Hinzu­fü­gen neuer Einträge

Zeilen oder Spalten hinzufügen

  1. Markie­ren Sie durch einen Klick
  • in den Spal­ten­kopf jene Spalte, vor der eine neue Spalte einge­fügt werden soll, oder
  • in den Zeilen­kopf jene Zeile, über der eine neue Zeile einge­fügt werden soll.
  1. Zellen Einfü­gen oder S+ò

Haben Sie mehrere Spalten/​Zeilen markiert, wird die entspre­chende Anzahl leerer Spalten/​Zeilen eingefügt.

Nach dem Einfü­gen von Spal­ten wird Ihnen ange­bo­ten, deren Forma­tie­rung zu bestimmen.

Forma­tie­rung neuer Spal­ten anpassen

Inhalte entfer­nen 

  1. Markie­ren Sie durch einen Klick
  • in den Spal­ten­kopf jene Spalte(n) oder
  • in den Zeilen­kopf jene Zeile(n),

deren Inhalte entfernt werden sollen.

  1. D

Zeilen oder Spal­ten entfer­nen 

  1. Markie­ren Sie durch einen Klick
  • in den Spal­ten­kopf die zu entfer­nen­den Spalte(n) oder
  • in den Zeilen­kopf die zu entfer­nen­den Zeile(n).
  1. Zellen­lö­schen oder S+-

Zeilen oder Spalten auffüllen

Wenn Sie an der grünen Eckmar­kie­rung ziehen, wird der Inhalt der markier­ten Zelle(n) in die Nach­bar­zel­len über­tra­gen oder – abhän­gig von den Einfü­ge­op­tio­nen, die nach dem Loslas­sen der Maus­taste als Smart­tag zur Verfü­gung stehen – als Reihe fortgesetzt.

Optio­nen zur Zellenauffülungg

Hinweis: Die in älte­ren Versio­nen auftau­chende Blitz­vor­schau ist einer der völlig dane­ben gera­te­nen Begriffe und hat mit Vorschau abso­lut nichts zu tun. Klicken Sie nach der Rahme­n­er­wei­te­rung auf diese Option, wird die Daten­reihe in dersel­ben Weise aufge­füllt wie die Nach­bar­spal­te/-zeile.

Tipp: Beim Ausfül­len von Daten­rei­hen inkre­men­tiert das Programm pro neuer Zelle um 1. Wollen Sie eine andere Schritt­weite oder dekre­men­tie­ren, dann geben Sie in der Nach­bar­zelle den Folge­wert vor, markie­ren beide Zellen und ziehen dann den grünen Rahmen über die aufzu­fül­len­den Zellen. Dabei wird als Schritt­weite die Diffe­renz der beiden markier­ten Zellen zugrunde gelegt.

Vorge­ge­bene Schritt­weite (links) und dekre­men­ta­les Auffül­len (rechts)

Es gibt eine Form des Gleich­strom­mo­tors, der nach einem völlig ande­ren Prin­zip aufge­baut ist, den Glocken­an­ker­mo­tor, nach seinem Entwick­ler wird er auch Faul­ha­ber­mo­tor genannt.

Der Begriff Glocken­an­ker deutet auf die Konstruk­ti­ons­form hin: Hier ist die Spule so auf einen Kunst­stoff­be­cher gewi­ckelt, dass sie eine selbst­tra­gende einsei­tig offene Form ergibt. Der Perma­nent­ma­gnet ist dazu passend geformt, die Wände der Glocken­spule umge­ben ihn voll­stän­dig. Durch die Mitte des Becher­bo­dens und des Magne­ten führt die zentrale Achse mit dem Kommu­ta­tor, am Prin­zip der Span­nungs­zu­füh­rung und Pola­ri­tät ändert sich grund­sätz­lich nichts. Die geringe Träg­heit dieses Ankers bringt den Vorteil eines sehr leich­ten Anlaufs schon bei gerin­ger Spannung.

Glocken­an­ker­mo­to­ren sind sehr sensi­bel bei der Umset­zung gerin­ger Fahr­span­nung in Dreh­zahl, weil ihre Träg­heit sehr gering ist. Das ist mit einem handels­üb­li­chen Stell­trafo wegen dessen grober Konstruk­tion nicht voll zu nutzen, weshalb sich eine elek­tro­ni­sche Steue­rung anbie­tet. Weiter­hin hält sich hart­nä­ckig das Gerücht, diese Moto­ren würden Scha­den nehmen durch gepulste Fahrspannung.

Größen­ver­gleich mit einer SD-Karte

Vario-Span­nungs­reg­ler bieten den Ausweg, um Glocken­an­ker­mo­to­ren fein­füh­lig zu steu­ern. Bei dieser Vari­ante eines Span­nungs­reg­lers lässt sich die Ausgangs­span­nung über einen Refe­renz­wi­der­stand frei bestim­men. Die Schal­tung mit dem Span­nungs­reg­ler L 200 zeigt eine solche Anwen­dung. Der 10 k‑Poti steu­ert die Ausgangs­span­nung des Schalt­krei­ses, die zwischen den Pins 3 und 4 abge­grif­fen wird und einen Motor antrei­ben kann.

Aber Vorsicht: Mit einem Span­nungs­reg­ler werden Sie es nie schaf­fen, die Ausgangs­span­nung auf 0 V zu redu­zie­ren. Da Glocken­an­ker­mo­to­ren wirk­lich sehr empfind­lich sind, kann es sein, dass bereits eine sehr geringe Ausgangs­span­nung zur Schleich­fahrt führt. Um das zu verhin­dern, schal­ten Sie vor den Ausgang einfach eine oder mehrere Dioden 1N5400 in Reihe; mit jeder Diode wird die Rest­span­nung um 0,6 V reduziert.

Mit dem Wissen, wie die unter­schied­li­chen Moto­ren funk­tio­nie­ren, sind Sie in der Lage, Trieb­fahr­zeuge unter­schied­li­cher Herkunft auf das eine oder andere H0-System umzu­rüs­ten. (Für die ande­ren Spur­wei­ten bestehen diese Unter­schiede zum Glück nicht.) Zwar bieten die meis­ten Herstel­ler einen großen Teil ihrer Trieb­fahr­zeuge auch für das jeweils konkur­rie­rende System an, doch nicht immer ist das Wunsch­mo­dell dabei oder man hat ein inter­es­san­tes Stück geerbt oder erstei­gert, das nun auf das eigene System anzu­pas­sen ist.

Gleichstromlok auf Wechselstromsystem

Nehmen wir an, Sie woll­ten eine Gleich­strom-Lok auf einer Märk­lin-H0-Anlage betrei­ben. An mecha­ni­schen Voraus­set­zun­gen ist mindes­tens ein Skischlei­fer unter der Lok anzu­brin­gen und rich­tig zu verdrah­ten, um das Mittel­lei­ter-System zu nutzen. Der Motor kann aller­dings mit der Wech­sel­span­nung herz­lich wenig anfan­gen, er wird höchs­tens ein unwil­li­ges 50Hz-Brum­men von sich eben. Mit Dioden können wir die Wech­sel­span­nung zerle­gen, so dass nur eine Halb­welle den Motor erreicht. Die Halb­welle ist einer pulsie­ren­den Gleich­span­nung vergleich­bar, der Gleich­strom­mo­tor beginnt zu drehen – aller­dings nur in einer Rich­tung, weil es kein Umpo­len gibt. Es bedarf also weite­ren Aufwands, zum Beispiel eines Rich­tungs­wechs­lers wie bei Märk­lin, um dieses Fahr­zeug in beiden Rich­tun­gen zu betreiben.

Weil auf Wech­sel­strom-Mittel­lei­ter-Anla­gen der Fahrt­rich­tungs­wech­sel ein wenig anders funk­tio­niert als bei Gleich­strom­bah­nen, benö­tigt die Lok den Über­span­nungs­schal­ter als Nach­rüs­tung. Damit haben wir schon alles beisam­men. Die beiden Ausgänge des Strom­stoß­re­lais wech­seln nicht zwischen den Feld­spu­len eines Wech­sel­strom­mo­tors, sondern steu­ern zwei anti­par­al­lel geschal­tete Dioden an, die je nach Schal­ter­stel­lung die posi­tive oder die nega­tive Halb­welle auf den Motor leiten – fertig ist der Fahrt­rich­tungs­wech­sel nach Märk­lin-Manier auch für Gleich­strom­loks. Aller­dings mit hefti­gem Aufwand und Leistungsverlust.

Wechselstromlok auf Gleichstromsystem

Wollen wir den umge­kehr­ten Schritt voll­zie­hen, gibt es andere Dinge zu berück­sich­ti­gen. Zunächst einmal lässt sich der Allstrom­mo­tor problem­los auch mit Gleich­span­nung betrei­ben, aber auch hier ist die wesent­li­che Hürde der Fahrt­rich­tungs­wech­sel. Auch hier kommen zwei Dioden zum Einsatz, dies­mal erset­zen sie den Über­span­nungs­schal­ter komplett und vertei­len die Strom­fluss­rich­tun­gen (= Fahrt­rich­tun­gen) des Gleich­strom­sys­tems auf die beiden Feld­spu­len. Damit wird die eindeu­tige Abhän­gig­keit der Fahrt­rich­tung von der Stel­lung des Fahrt­reg­lers auf diesen Loktyp anwend­bar. Der mecha­ni­sche Aufwand des Umbaus ist hier aller­dings wesent­lich höher. Den Skischleier auszu­bauen, ist noch der geringste Aufwand, doch die beiden Schie­nen dürfen nicht durch das Lok-Inven­tar kurz­ge­schlos­sen werden. Das bedeu­tet den Austausch sämt­li­cher Radsätze und die Kontrolle, ob even­tu­ell irgend­wel­che Teile inner­halb der Lok zwischen den Rädern beider Seiten elek­tri­sche Verbin­dun­gen herstellen.

Mit dem Wissen, wie die unter­schied­li­chen Moto­ren funk­tio­nie­ren, sind Sie in der Lage, Trieb­fahr­zeuge unter­schied­li­cher Herkunft auf das eine oder andere H0-System umzu­rüs­ten. (Für die ande­ren Spur­wei­ten bestehen diese Unter­schiede zum Glück nicht.) Zwar bieten die meis­ten Herstel­ler einen großen Teil ihrer Trieb­fahr­zeuge auch für das jeweils konkur­rie­rende System an, doch nicht immer ist das Wunsch­mo­dell dabei oder man hat ein inter­es­san­tes Stück geerbt oder erstei­gert, das nun auf das eigene System anzu­pas­sen ist.

Gleichstromlok auf Wechselstromsystem

Nehmen wir an, Sie woll­ten eine Gleich­strom-Lok auf einer Märk­lin-H0-Anlage betrei­ben. An mecha­ni­schen Voraus­set­zun­gen ist mindes­tens ein Skischlei­fer unter der Lok anzu­brin­gen und rich­tig zu verdrah­ten, um das Mittel­lei­ter-System zu nutzen. Der Motor kann aller­dings mit der Wech­sel­span­nung herz­lich wenig anfan­gen, er wird höchs­tens ein unwil­li­ges 50Hz-Brum­men von sich eben. Mit Dioden können wir die Wech­sel­span­nung zerle­gen, so dass nur eine Halb­welle den Motor erreicht. Die Halb­welle ist einer pulsie­ren­den Gleich­span­nung vergleich­bar, der Gleich­strom­mo­tor beginnt zu drehen – aller­dings nur in einer Rich­tung, weil es kein Umpo­len gibt. Es bedarf also weite­ren Aufwands, zum Beispiel eines Rich­tungs­wechs­lers wie bei Märk­lin, um dieses Fahr­zeug in beiden Rich­tun­gen zu betreiben.

Weil auf Wech­sel­strom-Mittel­lei­ter-Anla­gen der Fahrt­rich­tungs­wech­sel ein wenig anders funk­tio­niert als bei Gleich­strom­bah­nen, benö­tigt die Lok den Über­span­nungs­schal­ter als Nach­rüs­tung. Damit haben wir schon alles beisam­men. Die beiden Ausgänge des Strom­stoß­re­lais wech­seln nicht zwischen den Feld­spu­len eines Wech­sel­strom­mo­tors, sondern steu­ern zwei anti­par­al­lel geschal­tete Dioden an, die je nach Schal­ter­stel­lung die posi­tive oder die nega­tive Halb­welle auf den Motor leiten – fertig ist der Fahrt­rich­tungs­wech­sel nach Märk­lin-Manier auch für Gleich­strom­loks. Aller­dings mit hefti­gem Aufwand und Leistungsverlust.

Wechselstromlok auf Gleichstromsystem

Wollen wir den umge­kehr­ten Schritt voll­zie­hen, gibt es andere Dinge zu berück­sich­ti­gen. Zunächst einmal lässt sich der Allstrom­mo­tor problem­los auch mit Gleich­span­nung betrei­ben, aber auch hier ist die wesent­li­che Hürde der Fahrt­rich­tungs­wech­sel. Auch hier kommen zwei Dioden zum Einsatz, dies­mal erset­zen sie den Über­span­nungs­schal­ter komplett und vertei­len die Strom­fluss­rich­tun­gen (= Fahrt­rich­tun­gen) des Gleich­strom­sys­tems auf die beiden Feld­spu­len. Damit wird die eindeu­tige Abhän­gig­keit der Fahrt­rich­tung von der Stel­lung des Fahrt­reg­lers auf diesen Loktyp anwend­bar. Der mecha­ni­sche Aufwand des Umbaus ist hier aller­dings wesent­lich höher. Den Skischleier auszu­bauen, ist noch der geringste Aufwand, doch die beiden Schie­nen dürfen nicht durch das Lok-Inven­tar kurz­ge­schlos­sen werden. Das bedeu­tet den Austausch sämt­li­cher Radsätze und die Kontrolle, ob even­tu­ell irgend­wel­che Teile inner­halb der Lok zwischen den Rädern beider Seiten elek­tri­sche Verbin­dun­gen herstellen.

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