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Bild KippschalterBild Kippschalter

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Handbetriebene Schalter

Handbetriebene Schalter

Veröffentlicht am 31.10.2022

So unterschiedlich Schalter auch aussehen mögen, in ihrer Funktion sind alle Schalter sehr ähnlich. Generell kann man sie in zwei Familien einteilen: Taster und Schalter. 

Bild TasterBild TasterUnter Tastern versteht die Fachwelt Schalter, die nur solange ihre Arbeitsstellung beibehalten, als sie durch einen äußeren Einfluss dazu gezwungen werden, also zum Beispiel von Hand gedrückt werden (Beispiel: Klingelknopf, vgl. Bild rechts).

Schalter dagegen behalten einen einmal eingenommenen Zustand bei, bis sie von außen in den anderen Zustand gebracht werden. Sie sind bistabil, während Taster nur in Ruhestellung stabil sind, also monostabil.

Bild verschiedene SchalterBild verschiedene SchalterWeiterhin wird unterschieden nach Druck-, Kipp- und Schiebeschaltern. Das hat nichts mit der Art zu tun, wie wir sie betätigen. Die eigentliche Funktion spielt sich im Inneren des Schalters unabhängig davon ab; wenn wir außen etwas schieben, kann dadurch intern durchaus ein Kippmechanismus betätigt werden und umgekehrt.

Der Druckschalter (Nachttischlampen-Schalter) erscheint nur äußerlich wie ein Taster. Bei jedem Druck wechselt er den Zustand im Innern: Kontakt schließt, Kontakt öffnet, Kontakt schließt usw. Da man solchen Schaltern nicht ansehen kann, in welcher Stellung sie gerade stehen, sind sie für Modellbahnzwecke weniger gut geeignet, es sei denn, eine zum Verbraucher parallel geschaltete Kontrollleuchte zeigt uns den Schaltzustand an. Eine besondere Form sind Doppeltaster aus dem Zubehörangebot: Hier zeigt der jeweils eingedrückte Taster an, welche Stellung die interne Schaltwippe gerade hat.

Bild LamellenBild LamellenInnere Bestandteile sind zwei elektrisch leitende Flächen, die miteinander verbunden oder voneinander getrennt werden. Um einen guten Stromfluss sicherzustellen, bestehen diese Lamellen genannten Metallteile aus federndem Material, um in geschlossener Stellung fest aufeinander gedrückt zu werden. Meist sind auch noch korrosionsarme Kontaktflächen angenietet oder aufgelötet, die einen besseren Kontaktschluss herstellen helfen.

Die Kontakte werden Ruhekontakt, Arbeitskontakt und Schaltkontakt genannt.

Die Federwirkung hat noch einen weiteren Zweck. Sie soll die Lamellen in einer der beiden Stellungen lange festhalten, um erst beim Überschreiten eines bestimmten Kraftaufwands durch den Benutzer schlagartig die Position zu wechseln. Damit wird verhindert, dass die Kontakte bei unsicherem Betätigen des Schalters zittern und den Stromkreis mehrfach öffnen und schließen. Prellen nennt man solche zitterigen Schaltvorgänge. Sie können davon ausgehen, dass handelsübliche Schalter durchweg entprellt sind. In vielen Schaltern gibt es zu diesem Zweck eine weitere Feder, die die Federkraft der Lamellen unterstützt.

In den Modellbahnkatalogen finden Sie eine Vielzahl unterschiedlicher Schalter in formschönen Gehäusen. Die sehen auf den ersten Blick sehr schön und aufgeräumt aus, aber bei komplexen Anlagen sind andere Ordnungskriterien als die funktionale Zusammenfassung mehrerer gleichartiger Schalter in einem Gehäuse übersichtlicher.

Sie können sich Ihr Schaltpult nach eigenen Bedürfnissen aufbauen, indem Sie Einzelschalter vom Elektronikversender verwenden. Selbst die kleinsten dort üblichen Schalter sind für unsere Zwecke ausreichend dimensioniert, haben also eine ausreichende Schaltleistung.

Symbole SchalterSymbole Schalter

Schiebeschalter, die auch äußerlich geschoben werden, sind zum Verbauen schlecht geeignet, weil sie drei Löcher im Paneel benötigen, eines davon rechteckig.

Zu unterscheiden sind nach der Anzahl der Schaltmöglichkeiten Einschalter und Umschalter. Während ein Einschalter nur einen Stromfluss schließen oder unterbrechen kann, besitzt der Umschalter zwei leitende Zustände, entweder die eine oder die andere Verbindung ist geschlossen. Aus Gründen der Produktionsvereinfachung werden fast alle für unsere Zwecke verwendbaren Schalter als Umschalter ausgeführt, häufig sogar gleich als Doppel-Umschalter, kurz 2xUM genannt, also zwei elektrisch separate Umschalter in einem Gehäuse vereint mit einer gemeinsamen Mechanik.

Taster sind seltener als Umschalter ausgeführt, die übliche Form ist die des einfachen Arbeitskontakts. Werden durch Tastendruck Umschaltungen nötig, lassen sich Taster mit einem Relais oder einem Transistor zum Umschalter erweitern.

Da Schalter in gegenständlicher Darstellung wenig über ihre Funktion aussagen, werden sie auf diesen Seiten entweder nur als Symbol oder gegenständlich mit zusätzlichem Symbol dargestellt.

 

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