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Die ewigen Probleme mit der Quellenverwaltung

Die ewigen Probleme mit der Quellenverwaltung

Veröffentlicht am 10.03.2020

Die Vorgaben für Zitierweisen sind endlos, dabei sollten die Prüfungskommissionen weniger auf die Form als auf die Vollständigkeit und inhaltliche Korrektheit der Zitate achten.

Leider ist dieses Feature problembehaftet, weil Microsoft zwar unterschiedliche Formatierungen der Quellenangaben mitliefert, aber ausgerechnet für die hierzulande nach DIN ISO 690:2013-10 übliche Zitierform zwei nicht mehr aktuelle Fassungen anbietet. (Die früher als Zitatstandard in Deutschland gültige DIN 1505-2 wurde 2013 durch DIN ISO 690:2013-10 ersetzt.)

Die dafür »zuständige« Word-Funktion ist nicht sehr anpassungsfreudig, ohne XML-Kenntnisse ist man aufgeschmissen. Sinnvoller erscheint es, die Spezialprogramme Zotero und Citavi einzusetzen, für die viele Hochschulen eine Sammellizenz besitzen.


Grundsätzliches

Die Anweisungen für die Gestaltung von Quellenangaben speichert Word als XSL-Dateien in
C:\Programme\Microsoft Office\Office##\Bibliography\Style
oder
C:\Programme(x86)\Microsoft Office\Office##\Bibliography\Style
oder
C:\Users\[IhrNutzername]\AppData\Roaming\Microsoft\Bibliography\Style

## steht für die Office-Versionsnummer.
AppData ist ein versteckter Ordner. Blenden Sie ggf. in den Ordneroptionen des Explorers »Ausgeblendete Elemente« ein.


Vorbereitungen

XSL-Datei zum Öffnen vorbereiten

Suchen Sie jene XSL-Datei, die Sie als Formatierung für Ihre Quellenhinweise und -verzeichnisse ausgewählt haben, und kopieren sie in einen beliebigen anderen Ordner, um im Falle eines Fehlers das Original zurückholen zu können.

Wichtig

Öffnen Sie die Datei nicht mit einem Doppelklick, sondern mit Rechtsklick | Öffnen mit | Wordpad oder Editor.

Style-Namen ändern

Um der modifizierten Datei einen neuen Style-Namen zu geben, suchen Sie diese Zeilen

<xsl:when test="b:StyleName ">

<xsl:text>ISO690NED</xsl:text>

</xsl:when>

und ersetzen dort den oben unterstrichenen Text durch:

<xsl:when test="b:StyleName">

<xsl:text>ISO690-Modified</xsl:text>

</xsl:when>

XSL-Datei speichern

Die geänderte Datei abzuspeichern, geht leider nur auf Umwegen, weil sich die originale XSL-Datei nicht ohne Weiteres überschreiben lässt.

  1. Speichern Sie die geänderte Datei in den Ordner Styles unter anderem Namen.
  2. Löschen Sie die originale Datei; bestätigen Sie die Sicherheitsabfrage.
  3. Benennen Sie die zwischengespeicherte Datei mit dem Namen der Originaldatei; bestätigen Sie die Sicherheitsabfrage.

Zwei immer wieder nachgefragte Beispiele

Runde Klammern durch eckige ersetzen

Word setzt die Zitate in runde Klammern. Das ist erstens nicht sonderlich auffällig, zweitens wird als Vorgabe häufig ein Zitieren in eckigen Klammern erwartet.

  1. Öffnen Sie die XSL-Datei wie oben beschrieben.
  2. Mit Strg+F rufen Sie die Suche auf und tragen »OpenBracket« ein.
  3. Weitersuchen
  4. Sie gelangen zu der Stelle im Code, an der die öffnenden Klammern für die Zitate definiert sind. Hier ersetzen Sie die Zeile

<xsl:value-of select="/*/b:Locals/b:Local[@LCID=$_LCID]/b:General/b:OpenBracket"/>

durch

<xsl:text>[</xsl:text>

Dasselbe wiederholen Sie einen Abschnitt weiter bei »CloseBracket«, nur dass Sie dort die schließende Klammer mit <xsl:text>]</xsl:text> vorgeben müssen.
 

»et al.« vermeiden

Möchten Sie die Angabe »et al.« vermeiden, löschen Sie die Zeilen

<xsl:call-template name="templ_prop_AuthorsSeparator"/>
<xsl:call-template name="templ_str_AndOthersUnCap"/>


Weitergehende Änderungen

Für alle, die Spezialitäten der Zitierweisen mit der Word-internen Quellenverwaltung realisieren wollen, enthält dieser Thread aus dem Office-Lösung-Forum vielleicht ein paar Anregungen.

Als hilfreiche Unterstützung gibt es den Prawi-Zitat-Editor.

Microsoft hat zur Anpassung der XML-Dateien diese Anleitung veröffentlicht.

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