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Miniaturisierung mit SMD-Technik

Miniaturisierung mit SMD-Technik

Veröffentlicht am 11.10.2022

Platzmangel ist für Modellbahner ein ständiger Begleiter, wenn es um Elektronik im Rollmaterial geht. Vielfach werden SMD-Bausteine (Surface Mounted Device – auf der Oberfläche montiertes Bauteil) als Wundermittel bei Platzmangel auch für die Hobby-Elektronik gepriesen. 

Bild LED-BauteileBild LED-Bauteile

SMD-Bauteile, stark vergrößert

Es gibt auch Experimentierplatinen für SMD, man braucht im Hobbybereich also nicht in jedem Fall speziell entworfene und selbst geätzte Platinen, doch durch ihre Kleinheit sind die Bauteile noch hitzeempfindlicher als ihre großen Kollegen. Das bedeutet, man darf sie nur mit einer geregelten Lötstation verarbeiten. (Zwar gibt es den immer wieder auftauchenden Tipp, einen 2 mm starken Kupferdraht fest um die Spitze eines kleinen Lötkolbens zu wickeln und dessen abgespreiztes Ende als Lötspitze für zu verwenden, doch haben die Tippgeber ihre Rechnung ohne den Ausdehnungskoeffizienten des Kupferdrahtes gemacht. Der Draht ist nämlich weicher als die Lötspitze und so ist abzusehen, wann er nicht mehr fest sitzt.)

Kleben statt Löten

Es geht jedoch auch ohne Ätzen und Löten, denn Klebstoff und Leitlack erfüllen diesen Zweck ebenso sicher. Unsere Modelle sind überwiegend aus Plastik, also haben wir zum Beispiel mit der Innenseite eines Waggondaches einen hervorragend isolierten Träger. Darauf werden (nach Anfertigung eines Bestückungslayouts) die Bauteile mit ein paar Tropfen Klebstoff fixiert.

Achten Sie darauf, dass bei nicht ganz geraden Flächen die Anschlüsse der Bauteile fest auf der Basisfläche aufsitzen, notfalls bis zum Aushärten beschweren!

Mit einem feinen Pinsel wird dann der Leitlack zwischen den zusammenzuschaltenden Anschlüssen aufgetragen, fertig ist die zwar nicht fachgerechte, aber brauchbare SMD-Schaltung. Auch Leitungskreuzungen sind möglich, indem Sie »Null-Ohm-Widerstände« benutzen. Auch in der professionellen SMD-Technik ist ihr einziger Zweck, die bei SMD eigentlich nicht möglichen Drahtbrücken zu imitieren. Der Name rührt nur von der Bauform her, weil diese Teile genauso aussehen wie ein SMD-Widerstand und den Aufdruck 000 tragen.

Apropos Leitlack

Leitlack ist eine spezielle Lackmischung, der leitende Partikel beigemengt sind. Nach dem Durchtrocknen vermag dieser Farbauftrag geringe Ströme zu transportieren. Leitlack kommt immer dort zum Einsatz, wo ein Draht – und sei er noch so dünn – störend wirkt. Er kann auch außen auf sichtbare Fläche aufgetragen und nach dem Durchtrocknen überstrichen werden. Wegen der geringen Belastbarkeit ist er allerdings nur für Leuchtdioden, Mikrolampen und Elektronikschaltungen mit geringem Stromfluss zu gebrauchen.

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