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Richtig löten

Richtig löten

Veröffentlicht am 14.10.2022

Zum Löten verwenden Sie bitte einen kleinen Lötkolben mit schmaler Spitze und 10 bis 12 W Leistung. Das reicht völlig. Das dicke Gerät, mit dem Sie sonst Ihre Messingbausätze zusammenbringen, hat in der Elektronik nichts verloren.

Nicht nur Halbleiter sind hitzeempfindlich, auch die nur 35 µm starken Kupferbahnen lassen sich mit ungeeignetem Gerät mühelos von der Pertinaxplatte ablösen. Fachleute sprechen in solchem Fall vom Platinenbraten.

Das richtige Lot

Als Lot kommt nur dünner Lötdraht (0,5 mm Ø) mit eingearbeitetem Flussmittel zum Einsatz, kein Lötwasser, keine Säure, kein Kolophonium! All diese Zusätze bewirken nur eines: erhöhte Störanfälligkeit Ihrer Schaltung.

Bild LötstelleBild LötstelleKupferbahn und Anschlussdraht werden durch innigen, aber kurzen Kontakt mit der Lötkolbenspitze erwärmt, dann kurz den Lötdraht von der anderen Seite gegen den Draht halten. Ist der Draht heiß genug, schmilzt das Lot, ein Rauchwölkchen steigt auf, Kolben und Lötdraht weg, warten – fertig.

Eine gute Lötstelle erkennen Sie daran, dass das Lot um den Draht einen schönen, konischen, glänzenden Kegel bildet. Konvexe Lötstellen, gar Tropfenform oder matte Oberfläche lassen darauf schließen, dass mit der Lötstelle etwas nicht in Ordnung ist – Fehlfunktion der Schaltung vorprogrammiert.

Die überstehenden Drahtenden werden erst nach dem Einlöten abgeschnitten. Bei Halbleitern bieten sie eine zusätzliche Möglichkeit der Wärmeabfuhr.

Freischwebende Verbindungen

Wenn Sie Kabel ohne Stützpunkte aneinander löten, müssen Sie verhindern, dass sich die beweglichen Lötstellen berühren und Schlüsse verursachen. Am besten treffen Sie dagegen doppelte Sicherheitsmaßnahmen:

  • Sorgen Sie für Versatz der Lötstellen!

  • Isolieren Sie die Lötstellen anschließend mit Klebeband oder Schrumpfschlauch.

Lötstellen wieder lösen

Um verlötete Teile zu trennen, muss die Lötstelle wieder erwärmt werden. Im einfachsten Fall lassen sich die Teile dann wieder auseinander ziehen. Muss dazu erst das Lötzinn entfernt werden, weil zum Beispiel verdrillte Litzen verlötet wurden, weil mehrere Anschlüsse eines Bauteils zu lösen sind oder der Draht vor dem Anlöten in einer Öse umgebogen wurde, müssen Entlöthilfen her.

Am einfachsten ist die Entlötlitze, eine flach geflochtene, mit Flussmittel getränkte Litze, die beim Erwärmen flüssiges Zinn von der Lötstelle absaugt. 

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